Polygamie und Bevölkerungswachstum


Lehrt das Buch Mormon, dass Polygamie von Gott eingesetzt wird, um „Nachkommen hervorzubringen“?
Ja. In Jakob 2 heißt es: „Denn wenn ich will, spricht der Herr Zebaoth, mir Nachkommen erwecken, so werde ich meinem Volk gebieten.“[1]
Verwandte Frage
Heiratete Joseph Smith Mädchen in ihren späten Teenagerjahren, bevor er öffentlich über Polygamie lehrte?
Mehr dazu in Joseph Smith and Fanny Alger
Hat Polygamie die Bevölkerung in Utah tatsächlich stärker wachsen lassen, als sie sonst gewachsen wäre?
Ja, wahrscheinlich. Studien haben gezeigt, dass Gesellschaften, in denen ein Mann mehr als eine Frau haben kann, tendenziell viel mehr Kinder haben als andere Gesellschaften,[2] und die Heiligen der Letzten Tage hatten damals im Vergleich zum Rest der USA sehr viele Kinder, besonders während Polygamie praktiziert wurde.[3]

Aber stimmt es nicht, dass Frauen in Vielehen weniger Kinder haben als Frauen in Einehen?
Ja. Polygame Ehefrauen der Heiligen der Letzten Tage (und polygame Ehefrauen in anderen Gesellschaften[4]) hatten im Allgemeinen weniger Kinder als ihre nicht-polygamen Gegenstücke.[5]
Wenn nicht polygam lebende Ehefrauen mehr Kinder haben als polygam lebende Ehefrauen, wäre die Bevölkerung dann nicht noch stärker gewachsen, wenn Polygamie nicht praktiziert worden wäre?
Nein. Polygamie führt dazu, dass es weniger unverheiratete Frauen gibt,[6][7] was die Zahl der in der polygamen Gesellschaft insgesamt geborenen Kinder erhöht, selbst wenn Mehrehefrauen in dieser Gesellschaft weniger Kinder hatten als Frauen in Monogamie.[8]
Gab es damals in Utah ein Ungleichgewicht zwischen der Zahl der Männer und Frauen?
Wahrscheinlich nicht, aber irgendwie doch.
Mehrere frühe Quellen der Kirche legten nahe, dass es in der frühen Kirche mehr Frauen als Männer gab und dass Polygamie dazu beitrug, diesen Frauen ein Zuhause und Ehepartner zu geben.[9] Berichte, die weniger anekdotisch und stärker quantitativ sind, legen jedoch nahe, dass es damals keinen bedeutenden Unterschied zwischen der Zahl der Männer und Frauen gab.[10]
Einige Forschungen deuten jedoch darauf hin, dass Frauen religiöser waren als Männer, was im Zusammenhang mit der Eignung auf Grundlage von Religiosität zu einem Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen führen würde.[11]
- Timothy
“If the purpose was to raise up seed, what if the women that were married couldn't have children. Like older women. Would this mean this would be a sin then? Also Joseph never had kids with any of his polygamous wives.” - David S.
“I’ve never gotten hung up on about polygamy. I actually believe it is sort of odd to get worked up about it, especially with this polygamy denier movement. Then again, I’ve been exposed to numerous cultures and I’m a bit of history buff, so hearing these things don’t phase me.” - Kenneth
“If in the Celestial Kingdom, there are more women than men, just as they were more religious in mortality during the time of polygamy, polygamy would be necessary for all those worthy to obtain Exaltation, if indeed being sealed is necessary.” - Andrew
“It seems to me that when the verse in Jacob says "raise up seed unto me" there are two meanings. More population and/or righteous seed. Children born into homes where parents have made an ultimate commitment seem to more directly fulfill the latter than polygamy does the former.” - Rick
“I don't think Jacob 2:30 is a loophole at all for Polygamy. Anyone suggesting it to be is misreading the verse in the context of the chapter.” - Stephen
“I tend to think that the “raise up seed” concept is couched somewhere in the Abrahamic Covenant. All “seed” is ultimately God’s seed. But, for some reason “seed unto myself” is different. Perhaps it’s a way that God fulfills His Covenant more than increasing a certain population?”



about this topic